Unterschiedliche Nachhilfeformen
Wovon profitiert mein Kind am meisten?

Benötigt ein Schulkind Nachhilfe, stehen den Eltern verschiedene Optionen zur Wahl. Die einzelnen Nachhilfemodelle unterscheiden sich teilweise sehr voneinander. Die Wahl sollte individuell getroffen werden.
Private Nachhilfe ist meist gleichbedeutend mit Einzelunterricht, während an Instituten oder Schulen häufiger Gruppen- als Einzelunterricht stattfindet.
Einzelunterricht ist vor allem dann angezeigt, wenn das Kind besonders intensive Förderung benötigt, z.B. wenn große Lerndefizite innerhalb eines kurzen Zeitraums aufgeholt werden müssen.
Während des Gruppenunterrichts merkt das Kind im Vergleich mit anderen Schülern, dass es nicht allein mit seiner Problematik ist. Es übt soziale Kompetenzen und kann selbstbewusstes Auftreten vor einer kleineren Gruppe trainieren. Der Austausch der Schüler untereinander kann bereichern und zum Verständnis von Themen beitragen.
Gütesiegel für private und kommerzielle Nachhilfe
An der privaten Nachhilfe ist lange bemängelt worden, dass es sich um einen unkontrollierten Graubereich handelte. „Nachhilfelehrer“ ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung. Im schlimmsten Fall werden von ungeschulten Fachkräften vorhandene Teilleistungsstörungen nicht erkannt und somit notwendige Diagnose- und Förderverfahren nicht eingeleitet.
Viele Nachhilfe-Institute können mittlerweile mit Qualitätssiegeln aufwarten. Die Schülerhilfe und der Studienkreis beispielsweise belegen ihre Qualität durch eine TÜV-geprüfte Zertifizierung, die allerdings recht kostspielig ist, so dass sich kleinere Institute eine solche Zertifizierung nicht leisten können.
Ein weiteres Gütesiegel wird vom Interessenverband Nachhilfeschulen (Ina) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) an Nachhilfeschulen verliehen.
Nachhilfe zu hause oder in neutraler Umgebung?
Findet der private Nachhilfe-Unterricht zu hause statt, gibt es Argumente für und wider. Die häusliche Umgebung (Spielsachen etc.) kann ablenken, andererseits kann der Nachhilfelehrer helfen, einen angemessenen Lernplatz zu schaffen und der Schüler kann sich daran gewöhnen, zu hause konzentriert zu arbeiten.
Der Nachhilfe-Standort Institut hat den Vorteil, dass der Unterricht in einer Lern- und keiner Freizeitumgebung stattfindet. Andererseits kann somit das richtige Lernverhalten zu hause nicht trainiert werden.
Bei kurzfristigem Lehrerausfall kann das Institut in der Regel Ersatz stellen. Bei privater Nachhilfe kommt es ganz auf die Flexibilität des Lehrers und des Schülers an.
Was kostet Nachhilfe?
Bei den Nachhilfeschulen betragen die monatlichen Pauschalen zwischen 99 und 145 Euro. Bei Vertragsabschluss sollte man auf Mindestvertragslaufzeiten und Kündigungsfristen achten. Einige Eltern bestehen auf einer monatlichen Kündigungsmöglichkeit und einige Institute geben diesem Gesuch aus Angst vor Kundenverlust statt.
Im Bereich privater Nachhilfe liegen die Kosten je nach Kenntnisstand und Professionalität des Lehrers zwischen 7 und 15 Euro die Stunde. Nachhilfelehrer, die von Beruf Lehrer sind oder waren, nehmen meistens mehr. Ein Stundensatz von 20-30 Euro ist dabei die Regel.
Für die Dokumentation Ihrer Nachhilfe bieten wir Ihnen Checklisten & Protokolle kostenlos zum Download an:
Meist gelesene Artikel
Kinderhort
Nachhilfeunterricht
Nachhilfelehrer
Bildungschancen in Deutschland
Wie Nachhilfeunterricht helfen kann
Servicebereich Nachhilfe
Weitere News rund um die Themen Nachhilfe und Schule finden Sie in unserem Ratgeber Nachhilfe:











